Archive für Juli 2011

Wurde auch Zeit

Wir haben hier oben viele viele Wiesen und die bekommen wir alleine nicht gemäht. Also kommt einmal im Jahr der Bauer aus dem Tal und hilft uns mit seinen großen Traktoren. Und immer kommt er am  ersten Wochenende im Juli - nur in diesem Jahr sah es so aus als hätte er uns vergessen. Aber heute morgen war auf einmal ein großer Radau im Garten - endlich ist er da! Und mäht unsere Wiesen, damit es auch weiterhin schön wächst. Jetzt kann ich morgens die Hasen und Rehe auch wieder besser sehen - die konnten sich bislang im hohen Gras verstecken.

Heute abend helfen wir dann beim Zusammenrechen. Also hier ist immer was zu tun!

Gruß Ellen

Am Montag soll der Sommer kommen - aber am Wochenende wird das Schwimmbad 80 Jahre alt

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Dann kommt der Sommer eben erst nach dem Schwimmbadfest! Hier oben auf knapp 1000 Meter sind wir ja hart im Nehmen, was die Temperaturen angeht. Aber auf unser schönes Waldschimmbad lassen wir nichts kommen. Vor 80 Jahren war die Eröffnung. Aus dem alten Mühlteich wurde damals eine touristische Attraktion - Eröffnung war am 26.Juli 1931. Beworben als Frei-Schwimmbad mit Luft- und Sonnenbad!Anfang der 50ern ging das Freibad an die Stadt Freudenstadt, die es um 1955 dann erst einmal sanierte. Dann geschah lange nichts! 2002 wurde es um unser Freibad aber kämpferisch. Im Zuge des Bäderkonzepts - mit Bürgerbeteiligung - wurden damals Vorschläge zur Sanierung aller Freudenstädter Bäder erarbeitet. Und dabei sollet dann doch fast unserer Bad stillgelegt werden. Aber nicht mit uns. Der Kniebis zeigte sich kämpferisch und wir zogen nach Freudenstadt - in Badehose und Bikini - und sangen dem damaligen Oberbürgermeister ein Liedchen.  Vorne weg unser Herr Pfarrer. Es wurde geredet, gestritten, gesungen und wieder geredet. Mit Bürgermeistern, Stadträten, untereinander und dann kam die Gemeideratsitzung und unter der Bedingung, daß die Stadt das Bad zwar saniert, ein Kniebiser Förderverein es aber betreibt, wurde dann der Sanierung unsers Freibads zugestimmt (mit Gegenstimmen :-( )

Und seitdem kümmert sich der Förderverein Waldschwimmbad liebevoll um das Kleinod! Ein großes Becken zum Schwimmen, ein Planschbecken für die Kleinsten, eine Rutsche, ein Beachvolleyballfeld und andere Kleinigkeiten gehören nun zum Freibad. Und das Wasser wird über Solar sogar beheizt. Heute immerhin 16,8 Grad - falls du Lust zum Schwimmen hast. Und einige “Mädels” sorgen am Kiosk dafür, daß keiner hungert oder gar durstet.

Und am Wochenende wird nun gefeiert. Am Samstag kostet der Eintritt nur 80 Cent und auch eine Auswahl der Speisen und Getränke bekommst du zu dem Preis. Und kommst du als 80. dann erwartet dich auch noch eine Überraschung. Ab 16 Uhr sorgt dann Roland als Hüttenorgler für Stimmung in unserem Bad!

Viel Spaß also - nochwas: Im Förderverein kannst du auch gerne Mitglied werden.

Bis bald Ellen

Radtour mit unserem Förster

Am Donnerstag bietet unser Förster wieder seine Mountainbiketour an. Die kann ich dir nur empfehlen. Du wirst kaum einen kennen lernen, der den Wald rund um den Kniebis und nach Freudenstadt besser kennt und dir alles darüber erzählen kann. Und so erzählt Björn Waidelich auf seiner Tour vom Wald, seiner Entwicklung und auch von der modernen Forstwirtschaft. Und dabei sucht er natürlich die schönsten Strecken mit dem Fahrrad aus. Unser Förster fährt übrigens sportlich - ein bißchen Kondition solltest du also mitbringen.

Grüßle  Ellen

Kniebiser Bauernmarkt

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Kniebiser Bauernmarkt - irgendwo stimmt hier was nicht - hier gibts nämlich gar keine Bauern mehr! Also wie kam’s?

Vor ca. 10 Jahren haben wir uns intensiv Gedanken zu unserm Dorf und dem Ort und der Landschaft wo wir leben gemacht. Und wir fanden es toll hier und fanden auch unser Essen richtig lecker! Und das wollten wir alle erleben lassen. Damals gabs noch keine Naturparkmärkte oder so.

Und beim Ausarbeiten einer Heidelbeerwanderwoche - die gibt hier normalerweise reichhaltig und sie sind sehr lecker - kamen wir auf die Idee, am wanderfreien Tag einen Bauernmarkt mit Leckerem aus unserer Region durchzu führen. Lasst uns mal unsere Schäferin fragen, ob sie nicht auf einem Markt verkaufen möchte und unsere Bäurin, die aus Oppenau kommt, die fragen wir auch. Mensch und den Fischflüsterer könnten wir auch noch fragen, und unsere Eierfrau und und und…..
Und alle waren begeistert von der Idee. Und dann hat der Bauer den anderen noch mit gebracht und der andere kannte noch einen der gerne kommen wollte - und dann hatten wir unseren ersten Bauernmarkt mit Bewirtung, damals noch am Schulplatz.

Und morgen ist unser Bauernmarkt das 9. Mal. Es sind immer wieder andere Erzeuger dabei, oder die Anbieter haben ihr Angebot erweitert usw. Morgen gibt es hier alles - leider keinen Fisch - unser Fischmann ist gesundheitlich angeschlagen. Dafür ist unser Honigmann doch tatsächlich das 9. Mal dabei. Aber die Eierfrau fehlt morgen - die ist noch in Kur. Aber Eier von freilaufenden Hühnern mit gesunder Ernährung die gibt es trotzdem.

Und dann gibt es morgen noch ein Frühschoppenkonzert - das war letztes Jahr eine feine Sache - wird es dieses Mal sicher wieder.

Und was das Wetter angeht - Schwarzwaldsommer eben - 9-13 Grad, wenn die Sonne scheint wird’s wärmer - aber trocken soll es bleiben.

Ich freu mich wenn du kommst - Grüßle Ellen

Aussichten auf bessere Tage

Wie schon gesagt - heute regnet es nur einmal und so habe ich Zeit und Ruhe um ein bißchen in unserem Blog zu schreiben. Das Wetter wird wieder anderes und ich habe hier meinen absoluten Geheimwandertipp für dich. Mein persönlicher Favorit ist die Hornisgrinde, und das am besten an einem Tag unter der Woche. Am Wochenende ist am Mummelsee einfach zu viel los und da der Bus dann sogar auf die Hornisgrinde fährt, da oben auch. Aber unter der Woche, an einem ganz normalen Arbeitstag, ist die Hornisgrinde ein echtes Erlebnis. Ich fahre mit dem Auto zum Mummelsee und wandere dann über den Katzenkopf aufwärts bis zur Hornisgrinde oben. Kein echter Berg mit spitzem Gipfel sondern ein Berg, der eine auf den Kopf bekommen hat, mit einem kleinen Hochplateau - einem Hochmoor! Was ein absoluter Traum ist, ist die Aussicht - auf der einen Seite hast du den freien Blick ins Rheintal bis rüber zu den Vogesen und dann drehst du dich um und schaust über die Schwarzwaldhügel hinunter ins Neckartal. Und dabei weht dir immer der Wind um die Nase! Und wenn es dann ganz ruhig ist da oben, dann hörst du nur den Wind, der durch die Wiesen und über das Hochmoor streicht. Dann wandere ich über den angelegten Holz-Pfad durch das Hoormoor, schau mir die Infotafeln an, versuche mir den Inhalt zu merken :-) und über den Dreifürstenstein gehts dann runter zu Seibls Eckle. Das letzte Stück der Strecke führt von Seibls Eckle zurück zum Mummelsee und ist nicht wirklich überwältigend.

Die Wanderung ist im übrigen auch bei “schlechtem” Wetter der echte Hit.

Viel Freude an der Tour wünscht Ellen

Wetterbericht - feuchte Aussichten

Wir machen hier für unsere Gäste jeden Tag einen Wetterbericht, damit alle wissen, ob sie trockenen Fußes wandern oder doch besser einen Regenschirm brauchen.

Meine Kollegin hat heute morgen geschrieben: “Morgen regnet es nur einmal!” Was das heißt, kannst du dir denken.

Unser Idee für schlechtes Wetter: Panobad in Freudenstadt - mit hohem Spaßfaktor oder Wellness vom Feinsten im Palais Termal in Bad Wildbad. Oder einfach ein gutes Buch und Sofa….. :-)

Machen wir es uns morgen also gemütlich - Hauptsache am Wochenende scheint wieder die Sonne. da ist übrigens wieder der Kniebiser Bauernmarkt.

Genug geplaudert - Gruß Ellen

Ist doch alles ganz easy: Mit E-Bikes auf den Kniebis

Die neuen E-Bikes oder Pedelecs sind einfach toll. Musste man sich gestern noch mühsam den Berg hier hochquälen, kannst du, Dank der neuen Technik, die Radfahrt zum Kniebis echt genießen. Und die Strecke von Freudenstadt entlang des Forbachs hier hoch ist ein Traum. Erstes Ziel ist der Langenbrunnenweiher - nimm dir die Zeit und lasse den ruhigen See auf dich wirken. Mit der für unsere Gegend typischen Uferzone aus Moosen, Farnen, kleinen Fichten und Birken, dazu die Enten - ein richtiges Kleinod. Gemütlich fährst du weiter, am Anfang noch eben und dann entlang des Forbachs langsam ansteigend. Dabei begleitet dich das Wasser. Immer wieder tauchen natürliche Teiche auf - überall plätschert es. Ab dem Werrabrunnen nutzt du den Grammelweg für die Fahrt auf den Kniebis. Den Anstieg brauchtst du mit dem E-Bike ja nicht mehr fürchten. Oben steht dann die Abendwieshütte. Und da kannst du gut ausruhen. Was mir hier gefällt ist vor allem die große Waldwiese, die je nach Jahreszeit in völlig unterschiedlichen Farben schillert. Ab der Abendwieshütte ist der Weg über den Salzleckerweg nicht mehr weit bis auf den Kniebis. Falls du Hunger und Durst hast findest du hier viele Möglichkeiten, diesem Misstand abzuhelfen! Zurück würde ich über den Zwieselberg fahren - über den Rimbachweg in das Kniebissträßchen und dann zur Dollyhütte und dabei einen kleinen Abstecher zum Kastelstein. (Eine Steinformation, die über die Jahrhunderte durch Wasser und Wind so gestaltet wurde wie Sie heute ist). Das letzte Stück musst du da aber zu Fuss gehen. Auf ebenen Wegen fährst du zum Zwieselberg und dann am Hang entlang nach Freudenstadt zurück.

Wenn es dir wie mir geht, wirst du dich nur schwer von dem E-Bike trennen. Ausleihen kannst du das beim Getränkemarkt Anuschka hinter der AOK - dort hat die Firma r.e.b. ihre Sitz.

Ich hoffe die Tour macht dir Spaß. Gruß Ellen

Herzlich willkommen bei uns auf dem Kniebis!

Blick auf unser Dorf

Hallo da draußen,

unser kleines Dorf hier oben auf fast 1000 Metern hat endlich seinen eigenen Blog. Wir möchten euch hier Geschichten und Geschichtchen aus unserem Dorf erzählen, euch unsere traumhaft schöne Landschaft zeigen, die besten Tipps rund ums Wandern, Radfahren und anderen sportlichen Aktivitäten geben.

Der Kniebis ist sowohl ein Dorf als auch eine Hochebene mit einer spannenden Geschichte. Uns gibt es bereits seit 1267 und die alte Straße, die aus dieser Zeit über den Berg führte, zeigen wir euch gerne. Sie wurde von den Dorfbewohnern bereits vor Jahren an zwei Stellen ans”Licht” geholt. (Die Historiker waren von unseren Ausgrabungen nicht so begeistert - aber wenn ihr uns besser kennenlernt, werdet ihr sehen- das macht uns gar nichts aus!) Eine Stelle könnt ihr sehen, wenn ihr vom Besucherzentrum zur Alexanderschanze wandert, die andere Stelle findet ihr unten im Dorf. Nach der zweiten Einfahrt haltet ihr euch links und dann könnt ihr den kleinen Pfad schon sehen, der euch zur zweiten ausgegrabenen Stelle führt.

Wir schreiben hier übrigens aus dem Besucherzentrum, direkt an der Schwarzwaldhochstraße und genießen dabei einem tollen Blick über den Schwarzwald bis hin zur Schwäbischen Alb - bei gutem Wetter.

Für heute genug - Grüße vom Berg Eure Ellen

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